Inhaltsangabe

„Die Zwillinge“ ist eine beschwingte Verwechslungs-Operette voller Witz, Herz und überraschender Wendungen. Im Zentrum steht eine einzige junge Frau – und ein erfundener Zwillingsbruder, der das gesamte Gefüge einer Familie ins Chaos stürzt.

 

Vor zwanzig Jahren liebten sich Anna Kranzelberger und der junge Graf Anton. Als er fort musste, hatte Anna nicht den Mut, ihm von ihrer Schwangerschaft zu erzählen, um gesellschaftlicher Scham zu entgehen. Doch Ihre Amme Babette schrieb dem Grafen kurzerhand. Und als dieser dem Kind eine Rente für eine gute Erziehung zukommen lassen wollte erfuhr er von Babette: Es seien Zwillinge – ein Mädchen und ein Junge. Der Graf schickte fortan Geld und träumte von seinen zwei Kindern.


Jetzt kehrt er als Witwer zurück und will endlich seine „beiden“ Kinder  treffen. Doch es gibt nur Toni – seine Tochter. Um die alte Lüge nicht auffliegen zu lassen, steckt Toni in Hosen und spielt zusätzlich den erfundenen Bruder Anton. Was als harmlose Notlüge beginnt, entwickelt sich zu einem Strudel köstlicher Missverständnisse:

  • Der Graf ist entzückt über seinen „Sohn“ und ratlos über dessen Sensibilität.
  • Der Maler Kaspar liebt Toni – erkennt aber oft nicht, wen er gerade vor sich hat.
  • Die kokette Lola verliebt sich prompt in den charmanten „Anton“.
  • Baron Rolf platzt beinahe vor Eifersucht.
  • Die Diener Johann und Josef glauben ständig, ein Geist würde im Schloss umherwandeln.
  • Und Babette kämpft verzweifelt darum, die Wahrheit zu verbergen.

Im zweiten Akt eskaliert das Durcheinander auf dem Schloss des Grafen: Toni muss zwischen Rollen springen, falsche Verlobungen drohen, und der Graf vermutet schließlich sogar eine Kindervertauschung bei der Geburt. Der Schwindel wächst ihr über den Kopf – und führt zu immer komischeren Situationen.

 

Am Ende bricht Toni ihr Schweigen, gesteht die Wahrheit – und gewinnt dennoch alles: ihre Familie, die Liebe Kaspars und die Versöhnung der beiden jungen Paare. Der Graf erkennt seine Tochter endlich als die, die sie ist. Alles endet im großen Ensemble:

„Schön war’s, schöner noch, am schönsten – unter der duftenden Linde.“

 

Martin Stock, Mäder – November 2025


Der Komponist Josef Anton "Pepi" Prantl